Hier finden Sie das Interview auch auf Deutsch.


With South Pole's support, Holcim has launched the first climate-neutral concrete in Switzerland. This interview with product engineer Cathleen Hoffmann offers valuable insights into how this milestone was achieved.


Already during her civil engineering studies, Cathleen Hoffmann worked as a bricklayer and drywaller on various construction sites; after graduating, she worked for several years as a project engineer in the construction industry, where she was confronted day in, day out with the building material concrete and its composition, production and installation.


In 2001 she moved from Germany to Switzerland to work as a research assistant in the field of concrete technology. After 10 years in applied research, Cathleen Hoffmann started as a product engineer at Holcim (Switzerland), where she has been working for 10 years now.

What is the most exciting aspect of your role? How does your role enable you to drive and manage change?

I value the cooperation with our customers and partners, as well as the opportunity to drive progress in sustainable construction. Projects like EvopactZERO show that with our innovative ideas, knowledge, and years of experience, we can make a real contribution to sustainable construction in Switzerland.

What are your sustainability priorities for the coming years?

Holcim aims to produce climate-neutral and fully recyclable building materials by 2050. We plan to achieve this goal by reducing CO2 along the entire value chain, closing building material cycles, and using building materials more efficiently. We are pursuing a three-pronged approach: increase the proportion of alternative raw materials and fuels in clinker production, reduce the proportion of energy-intensive clinker in cement production and, at the same time, increase the proportion of recycled material in cement and concrete production. With the development of Susteno and the Evopact concrete made from it, we are taking important steps in this direction.

What was the decisive factor in developing a climate-neutral concrete?

With products such as Susteno or EvopactZERO, we are reacting to changing needs from our clients and in society, but we are also actively pushing the market in a new direction.

With EvopactZERO, we have taken an important step towards realising our vision - to produce climate-neutral and fully recyclable building materials by 2050. This goal is also close to me personally.

How has the climate-neutral concrete been received by your customers?

Initial reactions have been very positive and we are noticing an increased demand for sustainable building materials such as climate-neutral concrete

What books or articles do you read for professional inspiration? Who or what inspires you?

I enjoy reading the Swiss newspapers Tagesanzeiger and NZZ. And I currently have a lot of technical literature on the subject of building physics on my bedside table! For me, finding ways to reinvent concrete as a building material is incredibly interesting: how can we do this in a way that conserves resources, reduces CO2, yet maintains concrete's efficiency and durability? I believe this can be achieved by leveraging the physical principles of construction technology.


Interview mit Holcims Cathleen Hoffmann zum ersten klimaneutralen Beton der Schweiz


Mit der Unterstützung von South Pole hat Holcim den ersten klimaneutralen Beton der Schweiz lanciert. Erfahren Sie mehr dazu, wie dieser Meilenstein erreicht wurde im Interview mit Produktingenieurin Cathleen Hoffmann.


Bereits während ihres Bauingenieurstudiums arbeitete Cathleen Hoffmann als Maurerin und Trockenbauerin handwerklich auf verschiedenen Baustellen; nach ihrem Studiumabschluss war sie mehrere Jahre in der Bauausführung als Projektingenieurin tätig. Hier hauptsächlich in der Rohbauphase, so dass sie tagein, tagaus mit dem Baustoff Beton und dessen Zusammensetzung, Herstellung und Einbau konfrontiert war.


2001 zog sie von Deutschland in die Schweiz, um als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Betontechnologie zu arbeiten. Nach 10 Jahren in der angewandten Forschung wechselte Cathleen Hoffmann in die Industrie und begann ihre Tätigkeit als Produktingenieurin bei der Holcim (Schweiz), wo sie nun bereits seit 10 Jahren tätig ist.

Was reizt Sie an Ihrer Rolle und wie ermöglicht sie es Ihnen, Veränderungen voranzutreiben und zu bewältigen?

Ich schätze die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern und die Möglichkeit, das nachhaltige Bauen voranzutreiben. Projekte wie EvopactZERO zeigen, dass wir mit innovativen Ideen, unserem Wissen und langjähriger Erfahrung einen grossen Beitrag an eine nachhaltige Bauweise in der Schweiz leisten können.

Was sind Ihre Umwelt-/Nachhaltigkeitsprioritäten für die kommenden Jahre?

Holcim will bis 2050 klimaneutrale und vollständig rezyklierbare Baustoffe produzieren. Dieses Ziel erreichen wir, indem wir CO2 entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren, die Baustoffkreisläufe schliessen und Baustoffe effizienter einsetzen. Dabei verfolgen wir drei Ansätze: Wir erhöhen den Anteil an alternativen Roh- und Brennstoffen in der Klinkerherstellung, reduzieren ebenso den Anteil von energieintensivem Klinker in der Zementproduktion und vergrössern gleichzeitig den Anteil an rezykliertem Material in der Zement- und Betonproduktion. Mit der Entwicklung von Susteno und den daraus hergestellten Evopact-Betonen haben wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht.

Was war der Ausschlaggeber für die Entwicklung eines klimaneutralen Betons?

Mit der Entwicklung von EvopactZERO, dem ersten klimaneutralen Beton der Schweiz, haben wir einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung unserer Vision getan - bis 2050 klimaneutrale und vollständig rezyklierbare Baustoffe zu produzieren. Diese Zielsetzung liegt auch mir persönlich am Herzen.

Wie nehmen Ihre Kunden den klimaneutralen Beton an?

Erste Reaktionen waren sehr positiv und wir spüren eine steigende Nachfrage. Mit Produkten wie Susteno oder EvopactZERO reagieren wir auf veränderte Bedürfnisse in der Gesellschaft, geben dem Markt aber auch bewusst eine Stossrichtung vor.

Welche Bücher oder Artikel lesen Sie zur beruflichen Inspiration? Wer oder was inspiriert Sie?

Ich lese gerne den Tagesanzeiger und die NZZ. Des Weiteren liegt derzeit einiges an Fachliteratur zum Thema Bauphysik auf meinem Nachttisch. Für mich ist es unglaublich interessant, den Baustoff Beton ressourcenschonend und -effizient sowie CO2-reduziert aber dennoch so leistungsstark wie möglich zu gestalten; dies unter Berücksichtigung und Nutzung der physikalischen Grundlagen der Bautechnik.