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CO2-Kompensation kurz erklärt

CO2-Kompensation kurz erklärt

Globale Emissionen reduzieren, Lebensbedingungen verbessern und den Planeten schützen

Bei South Pole sehen wir den Klimawandel als eine Puzzle – und wie bei jedem Puzzle gibt es zahlreiche Teile, die zusammenpassen, um das Bild zu vervollständigen.

Der wichtigste Teil muss die Emissionsreduzierung und die Dekarbonisierung der Wirtschaft sein. Die Zeit drängt aber so extrem, dass für diesen Schritt benötigte Technologien teilweise noch nicht verfügbar sind.

Genau hier helfen Emissionsgutschriften oder CO2-Kompensationen. Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen können ihre unvermeidbaren Emissionen kompensieren, indem sie CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten kaufen. Klimaschutzprojekte fördern eine nachhaltige Entwicklung im Projektgebiet, schaffen Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung, unterstützen effiziente Technologien und reduzieren oder verhindern Emissionen von Treibhausgasen.

CO2-Kompensation - FAQ

Warum sollte der Anteil von CO2 und weiteren Treibhausgasen verringert werden?

Der Weltklimarat (IPCC) hat wissenschaftlich nachgewiesen, dass Treibhausgase in der Atmosphäre die globale Erwärmung (Klimaerwärmung) beschleunigen. Diese sorgt für extreme Wetterveränderung auf der ganzen Welt. Treibhausgasemissionen entstehen vor allem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas.

Im Rahmen des Übereinkommens von Paris (Paris Agreement) erkannten die meisten Staaten der Welt die dringende Notwendigkeit von Klimaschutzmassnahmen an: Damit die Erde als bewohnbarer Planet erhalten bleibt und die Menschheit weiterhin versorgen kann, müssen Emissionen weltweit drastisch reduziert werden.

Die neuesten Forschungsergebnisse machen deutlich, dass alle Akteure dringend handeln müssen, wenn wir einige der am stärksten gefährdeten Ökosysteme auf unserem Planeten noch retten wollen.

Weshalb sollte man in Klimaschutz investieren?

Die derzeitigen Zusagen und Massnahmen reichen nicht aus, um die Klimaerwärmung zu bremsen. Das Zeitfenster zur Eindämmung der globalen Klimakatastrophe wird immer kleiner, wir müssen ehrgeiziger werden und Klimafinanzierungen mobilisieren, um Ziele wie das Pariser Abkommen oder die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen.

Neben den moralischen Beweggründen helfen Klimaschutzmassnahmen Unternehmen auch, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten, zum Beispiel durch den Aufbau stabiler Lieferketten und die Minimierung von Risiken. Investitionen in klimafreundliche Lösungen öffnen unzählige Chancen und sind ein langfristiger Wachstumsmotor.

Was sind CO2-Zertifikate und wie funktionieren sie?

Emissionsgutschriften oder CO2-Zertifikate sind messbare, verifizierbare Emissionsreduktionen aus überprüften Klimaschutzprojekten. Klimaschutzprojekte fördern eine nachhaltige Entwicklung, indem zum Beispiel Ökosysteme geschützt, Bäume gepflanzt oder Treibhausgase aus der Atmosphäre gebunden werden. Die Projekte müssen strenge Kriterien erfüllen, damit sie die Verifizierung durch unabhängige Drittparteien und die Überprüfung eines Expertengremiums nach einem führenden Standard wie Verra oder Gold Standard bestehen.

Wenn ein Klimaschutzprojekt entwickelt wird, das den Ausstoss von CO2 verhindert oder reduziert, wird für jede eingesparte Tonne Emissionen ein CO2-Zertifikat (“Carbon Credit") geschaffen. Ein Carbon Credit ist ein handelbares Zertifikat, das mit der Reduktion oder Vermeidung von einer Tonne CO2 gleichgesetzt wird. Nachdem eine Organisation oder eine Einzelperson eine Emissionsgutschrift gekauft hat, wird dieser dauerhaft stillgelegt, so dass er nicht wiederverwendet werden kann.

Was zeichnet ein gutes Klimaschutzprojekt aus?

Der Schlüssel liegt im Detail. Hochwertige Emissionsgutschriften erfüllen strenge Standards, dies können Sie erkennen, wenn die Projekte bei einem international anerkannten Verifizierungsstandard registriert sind, wie z. B. dem Gold Standard, dem Verra's Verified Carbon Standard (VCS), Social Carbon and Climate, Community and Biodiversity Standards (CCBS), oder Standards, die von der UNFCCC verifiziert sind.

Diese Standards heben auch zusätzliche Mehrwerte hervor, die über die Treibhausgasreduktionen hinausgehen - alle Projekte von South Pole tragen zu mindestens 3 der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung bei. Dabei kann es sich beispielsweise um die Verbesserung der Gesundheit, die Schaffung besserer Bildungsmöglichkeiten oder die Verbesserung des Artenschutzes handeln.

Woher weiss ich, dass die Emissionsreduktionen tatsächlich stattfinden?

Die von der ICROA genehmigten Standards, die alle Projekte von South Pole einhalten, gewährleisten, dass die Projekte real, verifiziert, dauerhaft und zusätzlich ist.

Aus Gründen der Transparenz werden die Emissionsgutschriften mit Seriennummern versehen und in öffentlich zugänglichen Emissionsregistern ausgestellt, übertragen und dauerhaft stillgelegt.

Was bedeutet Zusätzlichkeit?

Dies ist oft der komplizierteste Teil des Emissionsausgleichs durch Klimaschutzprojekte, aber theoretisch ist es ganz einfach:

Zusätzlichkeit bedeutet, dass die durch das Projekt erzielten Emissionsreduktionen über dem "business as usual" liegen müssen. Das bedeutet, dass sie ohne die Durchführung des Projekts nicht eingetreten wären.

Durch den Kauf von Emissionsgutschriften finanzieren Sie direkt den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung, und zwar heute.

Wie wichtig ist der Standort von Klimaschutzprojekten?

Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist ein internationales Problem, welches eine internationale Lösung erfordert. Daher spielt es keine Rolle, wo sich ein Klimaschutzprojekt befindet. Viele unserer Projekte befinden sich in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern, da dort durch Klimaschutzprojekte mehr positive Effekte für die Bevölkerung erzielt werden können.

So wird zum Beispiel beim Kariba-Waldschutzprojekt eine riesige Waldfläche an den Ufern des Kariba-Sees geschützt, indem die lokalen Lebensbedingungen mit Ausbildungsmöglichkeiten, Zugang zu sauberem Trinkwasser oder alternativen Einkommensquellen verbessert werden.

Welche Arten von Projekten zur Emissionsreduzierung gibt es?

Klimaschutzprojekte reduzieren den Anteil von Treibhausgasen in der Atmosphäre auf (mindestens) eine von drei verschiedenen Arten.

Bei der ersten Art werden Treibhausgasemissionen vermieden, indem zum Beispiel Energie aus fossilen Brennstoffen durch Energie aus erneuerbaren Quellen ersetzt wird.

Eine andere Möglichkeit ist die Entfernung von Emissionen aus der Atmosphäre, indem zum Beispiel Bäume gepflanzt werden, die CO2 aus der Atmosphäre binden und in flüssiger oder fester Form speichern.

Bei der letzten Art werden Emissionen abgefangen und weiterverarbeitet oder zerstört, wie dies zum Beispiel bei der Methangasabscheidung aus Abwasser geschieht.

South Pole hat hunderte von verschiedenen Klimaschutzprojekten, welche die folgenden Bereiche abdecken:

Nature-based-solutions

– zum Beispiel Projekte mit Fokus auf Wiederaufforstung, Renaturierung von Land, Waldschutz oder nachhaltiger Landbewirtschaftung.

Nature-based-solutions

  • Kariba Waldschutz, Simbabwe
  • Mamize Naturreservat, China
  • Afognak Forest Carbon, USA
  • Wiederherstellung degradierter Landflächen, Kolumbien

Erneuerbare Energien

– zum Beispiel Projekte rund um Wasserkraft, Geothermie, Wind- oder Solarenergie

Renewable energy projects

  • Aura Solar, Mexiko
  • Salavatli geothermische Energie, Türkei
  • Mytrah Windkraft, Indien
  • Musi Wasserkraft, Indonesien

Projekte für die lokale Bevölkerung

– zum Beispiel Projekte die verbesserte Kochherdtechnologien fördern oder Zugang zu sauberem Wasser sichern .

Carbon offset

  • Energieeffizienz für Frauenförderung, Nepal
  • Zugang zu sauberem Wasser für eine bessere Gesundheit, Kambodscha
See our community projects in action!

Energie aus Abfall

– wie zum Beispiel Projekte, die Biogas aus Deponie oder Biomasse fördern.

Waste-to-energy

  • Everbright Deponiegas, China
  • Biogas für grünere, Switzerland

Klicken Sie hier eine Auswahl von South Poles Klimaschutzprojekten

Wie unterschieden sich Carbon-Removal-Projekte und Carbon-Avoidance-Projekte?

Bei Carbon-Removal-Projekten wird, wie der Name schon sagt, Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt. Grob gesagt werden sie in zwei Kategorien unterteilt: natürliche Kohlenstoffbindung, wie z. B. gepflanzte Bäume, die CO2 binden, und technische Kohlenstoffentfernung, z. B. durch direkte Luftabscheidung. Hier erfahren Sie mehr über unsere Lösungen im Bereich Carbon Removals.

Projekte zur Kohlenstoffvermeidung tragen zum Klimaschutz bei, indem sie verhindern, dass Emissionen in die Atmosphäre gelangen. Dies beinhaltet beispielsweise den Bau eines Windparks, durch den die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert wird, die Reparatur von Bohrlöchern, um zu verhindern, dass Wasser abgekocht werden muss, oder den Schutz von Wäldern vor der Abholzung.

Für welche Projekttypen sollte sich ein Unternehmen entscheiden?

Zuerst muss gesagt werden, dass Emissionen zuerst vermieden werden sollen. Kurzfristig birgt es ein höheres Risiko, wenn Emissionen in die Atmosphäre gelangen und diese danach wieder gebunden werden, als wenn man diese von vornherein vermeidet.

Die Carbon-Avoidance-Projekte spielen eine wichtige Rolle in der Übergangsphase zu einer Netto-Null-Gesellschaft, da sie die globalen Emissionsreduktionen beschleunigen und natürliche Kohlenstoffsenken wie Wälder und damit die biologische Vielfalt schützen. Um eine Klimakatastrophe zu verhindern ist es entscheidend, dass Emissionsreduktionen und Projekte, die verhindern, dass Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, mit Hochdruck fortgesetzt werden.

Carbon Removals werden in den kommenden Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewinnen, besonders wenn wir uns dem Netto-Null-Ziel annähern. Sobald wir Net Zero erreichen, müssen alle unvermeidbaren Restemissionen durch Carbon-Removal-Projekte neutralisiert werden.

Unternehmen investieren bereits heute in innovative Technologien, um Emissionen aus der Atmosphäre zu filtern und zu sequestrieren. Dies darf jedoch weder die Reduktionsmassnahmen noch die systematischen Veränderungen, die für eine ökologisch nachhaltige Zukunft erforderlich sind, verzögern oder beeinträchtigen

Weshalb variieren die Preise für CO2-Zertifikate?

Verschiedene Aspekte wie zum Beispiel die Grösse des Projekts, die Infrastruktur oder die vor Ort verfügbaren Ressourcen fliessen bei Klimaschutzprojekten in die Preisgestaltung von CO2-Zertifikaten ein. Weiter können die Preise auch aufgrund der zusätzlichen Vorteile oder der direkten Auswirkungen auf das Leben der Menschen vor Ort variieren. Zuletzt werden die Preise auch stark von Angebot und Nachfrage bestimmt.

Welche Auswirkungen hat der Kauf von Emissionsgutschriften?

South Pole ist der Ansicht, dass Emissionsgutschriften eine entscheidende Rolle bei den globalen Klimazielen spielen. Die Kompensation unvermeidbarer Emissionen durch Klimaschutzprojekte sorgt für:

  • Schnelle Klimaschutzmassnahmen
  • Einen festen CO2-Preis
  • Neue, innovative Lösungen zur Emissionsreduktion
  • Stetige Verbesserungen auf dem Weg zu Netto Null

CO2-Zertifikate, die gemäss den von der ICROA anerkannten Standards zertifiziert sind, gewährleisten Emissionsreduktionen nach den höchsten Qualitätsanforderungen. Dies garantiert Transparenz, Zuverlässigkeit und Wirkung der Investitionen in Klimaschutzprojekte.

Emissionsgutschriften sollten jedoch niemals die erste Priorität sein und ersetzen die Massnahmen für Emissionsreduktionen nicht. Sie sollten aber ein Teil einer ganzheitlichen und ehrgeizigen Klimastrategie sein.

Inwiefern helfen CO2-Kompensationen bei der Klimastrategie eines Unternehmens?

Die Investition in Emissionsgutschriften ist oft ein notwendiger Schritt, um gewisse Ziele und Verpflichtungen zu erreichen. Emissionsgutschriften sollten jedoch nicht als einfache Lösung oder als Lizenz für umweltschädliche Praktiken angesehen werden.

Unternehmen müssen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und eine breit angelegte Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln. Hier erfahren Sie mehr über unsere Climate Journey.

Welche Rolle spielt South Pole auf dem Carbon Market?

South Pole ist seit 15 Jahren auf den Kohlenstoffmärkten tätig. Unser Fachwissen umfasst das Stakeholder-Management, die Beratung zu Klimaschutzmassnahmen und die Erstellung der technischen Dokumentation für Klimaschutzprojekte gemäss den führenden globalen Standards.

Über unser globales Netzwerk bringen wir zertifizierte Projekte unserer lokalen Partner*innen mit klimabewussten Organisationen zusammen, die ihre Klimabilanz verbessern wollen.

Zu unseren Partner*innen bei der Projektdurchführung gehören NGOs, indigene Gemeinschaften, Landbesitzer*innen und private Organisationen, die Einnahmen aus Emisssionssgutschriften benötigen, um ihre ökologischen und nachhaltigen Tätigkeiten finanzieren zu können.

Wohin fliesst das Geld, wenn jemand in ein Klimaschutzprojekt von South Pole investiert?

Der Grossteil der Investitionen geht direkt an das jeweilige Klimaschutzprojekt, damit die Projektaktivitäten durchgeführt werden können. Ein kleinerer Teil wird für die Registrierung und die regelmässige Prüfung, die Gebühren für das Kohlenstoffregister und für South Poles Aufwand und Investitionen verwendet. Alle diese Schritte sind entscheidend, um die Integrität der Emissionsgutschriften zu gewährleisten und die Projektaktivitäten möglichst einfach zu finanzieren.

Unser Team entwickelt und vertreibt Emissionsgutschriften. Das bedeutet, dass die allermeisten Zertifikate direkt vom Projekt und nicht über Zwischenhändler bezogen werden. So wird sichergestellt, dass der maximale Investitionsbetrag direkt zu den Klimaschutzprojekten gelangt.

Was konnte South Pole bisher mit ihren Klimaschutzprojekten bewirken?

Als einer der grössten globalen Projektentwicklerinnen, haben wir weltweit über 700 Klimaschutzprojekte entwickelt. Mit der Unterstützung unserer Kund*innen konnten wir über 100 Millionen Tonnen CO2 einsparen, die Produktion von mehr als 140'000 GWh erneuerbaren Stroms ermöglichen und über 55'000 km2 Land schützen oder wiederherstellen. Ausserdem schufen wir fast 100'000 Arbeitsplätze in Entwicklungsländern und beeinflussten das Leben von mehr als 20 Millionen Menschen auf der ganzen Welt positiv. Hier erfahren Sie mehr.

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Case Studies

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Andrea Rumiz, Director Key Accounts
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