Podcasts stehen für die Flexibilität der modernen Gesellschaft. Die Nutzer*innen bestimmen völlig autonom, wann und wo einzelne Episoden gehört werden und wie viel Aufmerksamkeit eine Podcastfolge bekommt. Mit dem Smartphone in der Tasche gehören Podcast bei Tausenden Hörer*innen mittlerweile zur Tagesroutine. 

So zum Beispiel auch für South Poles Pinguin Leoš Paul Bloch: “Das faszinierende an Podcasts ist, dass man als Hörer Aspekte aufnimmt, die in einem reinen Text verloren gehen: Details wie die Stimme oder die Atmosphäre vermitteln eine persönliche Note, wodurch die gesprochene Sprache für uns natürlicher wirkt als geschriebenes.”

Die enorme Vielfalt der Podcastlandschaft lässt sich von interessante Wissenssendungen über tägliche Newssendungen bis hin zu reinen Unterhaltungsformaten nur schwer zusammenfassen. South Pole erweitert nun diese Landschaft mit einem hauseigenen Podcast rund um das Thema Nachhaltigkeit von Unternehmen.

Climate Chatter, die von South Pole initiierte Webinarserie entwickelt sich weiter und ist ab sofort auf allen populären Streamingdiensten als Podcast erhältlich. Hier wird jeweils auf Deutsch in einem lockeren Gespräch über Themen wie Nachhaltigkeitstrategien, Klimaschutzlösungen und Umweltschutz als Katalysator für Innovation und Fortschritt gesprochen. 

Unsere Nachhaligkeits-Expert*innen wollen dabei hinter die Kulissen der jeweiligen Strategien und Gedanken blicken und auch herausfinden, welche Rolle Klimaschutz im Alltag von unseren Gesprächspartner*innen spielt. 

Hören Sie jetzt rein

 

In unserer ersten Episode spricht unser Sustainability Advisor Roman Bolli mit Frank Hasselmann, Geschäftsführer von Galaxus Deutschland. Der Deutsche Ableger des Schweizer E-Commerce-Marktführers Digitec Galaxus will sich von anderen E-Commerce-Unternehmen auf dem deutschen Markt unterscheiden, indem sie nicht nur einfach ein Onlineshop sind, sondern auch ein ehrliches Fachmagazin und eine aktive Community fördern.

Erfahren Sie im Climate Chatter, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit in den Wachstumsplänen von Galaxus einnimmt und auf welche Klimaschutzlösungen sie setzen. Der Climate Chatter ist auf verschiedenen populären Streamingdiensten wie zum Beispiel Spotify oder Apple Podcasts zu finden.


Transkript

00:00:13

Roman Bolli (RB): Hallo und herzlich willkommen zum Climate Chatter von South Pole, dem Podcast, wo wir hinter die Kulissen des Klimaschutzes blicken und mit verschiedenen Akteuren diskutieren, wie sie das Thema Klimaschutz angehen, welche Herausforderungen sich ihnen dabei stellen und wie sie diese bewältigen wollen. Mein Name ist Roman Bolli. Ich bin Sustainability Advisor bei South Pole und ich freue mich sehr, den Climate Chatter von South Pole zum allerersten Mal auf Deutsch und im Podcast Format moderieren zu dürfen. Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich dazu geschaltet haben und wir hoffen Ihnen einige spannende Einsichten heute liefern zu können. Das Thema von heute lautet nämlich Klimaschutz und E-Commerce. Und das bringt mich auch gleich zu unserem Gast, den ich für diese Folge begrüßen darf. Denn heute sprechen wir mit Frank Hasselmann, Geschäftsführer von Galaxus Deutschland. Lieber Frank, schön, dass du dabei bist.

00:01:01

Frank Hasselmann (FH): Hallo Roman. Freut mich sehr.

00:01:03

RB: Erzähl unseren Hörerinnen und Hörern doch bitte kurz etwas mehr über dich selbst und über die Firma Galaxus in Deutschland, welche ja quasi als Bruder des Schweizer Branchenführer Digitec Galaxus im deutschen E-Commerce Markt tätig ist.

00:01:18

FH: Ja, sehr gerne.

00:01:19

FH: Also ich bin Geschäftsführer für Galaxus in Deutschland, seit Mitte 2018 Mitarbeiter der ersten Stunde erster Mitarbeiter und begleite seitdem zusammen mit dem Team den Aufbau hier in Deutschland. Das macht großen Spaß. Galaxus ist ein Onlinehändler in der Schweiz sehr gross dort Marktführer noch vor Amazon und auch wahrscheinlich jedem jeder Schweizerinnen und jedem Schweizer bekannt. In Deutschland leider noch nicht so bekannt und auch in anderen Ländern noch nicht. Aber dafür sind wir angetreten, um das zu ändern. Und seit November 2018 mit Galaxus DE Hier auch live. Was soll das jetzt? Und warum denken wir für Galaxus gibt es einen Markt, eine Lücke, ein Kundenbedürfnisse in Deutschland? Ich glaube, der Grund dafür ist, dass Galaxus vieles anders macht, als dass der typische oder andere typische Onlinehändler machen. Unser Ansatz ist, dass wir eben nicht nur Online-Händler sein wollen, sondern auch Fachmagazinen und Community. Zu dem Paket dazu kommt eben, dass wir jetzt ab Mitte Juni diesen Jahres unseren Kunden auch die Möglichkeit bieten, klimaneutral bei uns einzukaufen. Wir haben eine Möglichkeit geschaffen, wo ich ihn direkt im Checkout freiwillig optional anwählen kann, dass ich den vollständigen CO2 Footprint des Produktes, das ich kaufe, kompensiere, neutralisierte. Und das Interessante dabei ist, dass es eben nicht nur um die CO2 Emissionen der Belieferung geht, so wie es da sehr viel gibt auch bei anderen Onlineshops, sondern um den vollständigen CO2 Footprint des Produkts, einschließlich Rohstoffgewinnung und Produktion.

00:02:59

RB: Ja, vielen Dank für diese Einleitung. Wir werden sicherlich noch auf dieses Thema des CO2 Kompensation Modell zu sprechen kommen, welches ihr euren Kunden anbietet. Nehmen wir jetzt erst mal einen Schritt zurück. Ich würde gerne von dir erfahren: Was bedeutet denn Klimaschutz für dich und für dein Unternehmen?

00:03:18

FH: Ich glaube generell für mich ist es so. Ich glaube, das Thema, dass das Thema Klimawandel wird einfach immer greifbarer. Wenn man sich das anschaut Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, Buschbrände in Australien jetzt das Thema heiße Sommer und Ernteausfälle in Deutschland. Das wird das Thema wird immer weniger abstrakt, sondern man bekommt es einfach irgendwie sehr klar mit und ist deswegen auch ein wichtiges Thema aus meiner Sicht. Es ist auch keine verrückte Idee sich zu überlegen, dass man eigentlich die Erde, so wie wir sie jetzt, so wie wir jetzt auf ihr Leben im Zweifel in den besseren Zustand an seine Kinder übergeben möchte als in einem schlechteren. Es ist, glaube ich, ein wichtiges Thema. Und in diesem Zusammenhang sind die Pariser Klimaschutzziele aus meiner Sicht wichtig und auch etwas, wofür es sich einzusetzen und vielleicht auch zu kämpfen lohnt.

00:04:04

RB: Genau, das ist ja dann wird es für dich, die deine eigenen Ansichten zum Klimaschutz sich sehr gut verbinden lässt mit dem, was jetzt bei Galaxus für eure Kunden anbietet. Auf Unternehmensebene Galaxus vielleicht auch zu verstehen, zusammen mit mit eurem, mit eurem Partner in der Schweiz. Klimaschutz konkret bei euch bei Digitec Galaxus, was hat das für einen Stellenwert?

00:04:32

FH: Einen hohen Stellenwert für uns. Ich glaube, insgesamt als Unternehmen, aber auch für alle Mitarbeitenden in der Firma ist es einfach ein Thema, was sie persönlich umtreibt und was wir uns da wie bei eigentlich allen Themen zuerst gefragt haben, ist Wo und in welchen Bereichen können wir eigentlich den größten Einfluss haben und wirklich etwas bewirken? Weil das war uns auch wichtig, dass nicht als in weniger als ein PR Thema zu sehen, wo man nur eine Geschichte erzählt, sondern wo man wirklich irgendwie Einfluss haben kann. Und dann war natürlich erst einmal bei den Sachen angesetzt, jetzt auch über die letzten Monate, wo wir direkten Einfluss haben und vermeintlich gesehen. Da gibt's drei Bereiche, die wir uns anschauen können, wo wir was machen können. Das eine ist das Thema Verpackung, also das ganze Thema Verpackung ist etwas, wo wir schon Maßnahmen ergriffen haben, uns aber auch noch weiter anschauen. Das zweite ist einfach intern bei uns Energieverbrauch, Strom, Heizung, in unseren Büros, in unseren Lagerhallen. Was wir versuchen zu reduzieren und eben auch versuchen, schrittweise auf komplett regenerative Energien umzustellen. Und das Dritte ist das ist der Bereich Mitarbeiter Mobilität, dass wir auch da versuchen Reisen, Flüge einzuschränken. Jetzt die Möglichkeiten von Homeoffice immer stärker nutzen und wenn geht eben mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen oder eben mit dem Fahrrad. Das ist so der Bereich, den wir direkt in ihm unter der eigenen Kontrolle haben und sicherlich ein wichtiger Bereich, den wir auch angehen. Interessanterweise ist aber so wir haben es ja auch gemeinsam mit Sauspiel angeschaut einfach unser kompletter CO2 Footprint als Firma oder der mit unserem Geschäftsmodell insgesamt zusammenhängt und haben da festgestellt, dass diese direkt Einfluss direkt beeinflussbaren Faktoren nur ein Prozent unseres kompletten CO2 Footprint ausmachen und das eigentlich der ganze andere Bereich 99 Prozent in der Rohstoffgewinnung, in der Herstellung, in der Nutzung und in der und in der Entsorgung der bei uns gekauften Produkte liegt und dass wir da eigentlich den größten Hebel haben. Und als Online-Händler auch noch mehr bewirken können. Jedes Produkt, wie viel Öko Labels auch immer es hat, hat am Ende trotzdem einen CO2 Footprint und verursacht bestimmte CO2 Emissionen und die Frage was kann und will man dazu machen? Und da haben wir eben seit Mitte Juni jetzt die Möglichkeit, dass man im Checkout, wenn man das Produkt bezahlt anwählen kann hier ok: Ich möchte den CO2 Footprint für mit einem Betrag X, den ich eben noch zusätzlich bezahle, als Kunde kompensieren.

00:07:14

RB: So, denn wenn ich das so zusammenfassen darf, ist dann euer Approach so wie ihr euch auch als Unternehmen definiert also nicht nur das hier eine Online-Marktplatz Seite um Produkte zu verkaufen, sondern ihr wollt mit eurer kummen Community quasi ins Gespräch gehen und Lösungswege aufzeigen.

00:07:32

RB: Wo siehst du denn die größten Herausforderungen und auch Möglichkeiten, um über eure eigens verursachten Emissionen in euren Operationen hinaus noch mehr für das Klima zu tun und ihre Kunden entsprechend abzuholen?

00:07:46

FH: Es ist immer ein zweischneidiges Schwert. Wir haben das auch. Daher haben wir jetzt auch in der Einführung dieser verschiedenen Maßnahmen immer das mitdiskutiert. Wie stark wollen wir das vorgeben? Wir glauben also, unsere Philosophie ist grundsätzlich, dass jeder Kunde das auch selber entscheiden muss, z.B. also Thema Freiwilligkeit. Möchte er diesen dieses zusätzliche Investment tätig tätigen, um den CO2 Ausgleich zu machen oder eben auch nicht. Und wir sehen das nicht als unsere Rolle, das komplett vorzuschreiben oder z.B. schon überall mit einzukreisen in unsere, in unsere Produkte Preise. Weil das sind ja also a welches Produkt kaufe ich? Klar könnten wir unser Sortiment jetzt komplett aufräumen und nur Produkte anbieten mit gewissen Öko Labels. Das ist aber auch da etwas, wo jeder Kunde selber entscheiden muss. Wie möchte er da vorgehen und wer welche? Was ist ihm an der Stelle wichtig? Wir wollen dazu informieren. Wir wollen Transparenz schaffen. Wir wollen unsere Kunden aber nicht bevormunden.

00:08:45

RB: Als ihr dieses diese Compensation Auslösungen für eure Kunden rausgebracht habt, wie wurde das von eurer Community aufgegriffen?

00:08:56

FH: Ich glaube, wir haben jetzt ein sehr sehr gutes Modell gefunden, das da sich die Waage hält aus so so korrekt wie irgend möglich und gleichzeitig auch noch umsetzbar. Das hier ist wirklich jetzt auch zum Einsatz bringen können. Ich glaube jetzt zu deiner Frage was das Feedback anging zu dem Modell war das in Summe sehr positiv und eine sehr positive Resonanz, dass man jetzt überhaupt diese Möglichkeit, diese Möglichkeit hat und das machen kann. Das sehen wir jetzt auch, wie das angenommen wird. Eigentlich auch sehr positiv. Knapp 10 prozent der Kunden, die bei uns kaufen, nutzen diese Möglichkeit. Und da hatten haben sich jetzt wirklich auch schon die ersten relevanten Compensation Beträge dadurch ergeben. Was eine Diskussion ist und auch zu einer Diskussion in unserer Community geführt hat, ist diese grundsätzliche Frage Setzt Compensation nicht zu spät an und geht es nicht um die Frage nachhaltiger und bewusster konsumieren und bestimmte Sachen gar nicht erst kaufen? Und ist das nicht irgendwie ja viel zu spät in der in der Kette, wenn man nur so eine Kompensation Auslösung bringt? Das war sicherlich ein Diskussions.

00:10:14

RB: Kannst du uns bitte in deinen eigenen Worten mal erklären, wenn eure Kunden jetzt online bei euch einkaufen, beispielsweise neues Telefon einkaufen und dann die Emissionen kompensieren: Was passiert genau mit dem Compensation Betrag, den der Kunde leistet?

00:10:31

FH: Ja, das Geld fließt in Klimaschutzprojekte, die betreut werden von South Pole und was ich dabei spannend finde und was auch für uns beide bei der Auswahl des Partners South Pole hier sehr relevant war, das South Pole nicht eben ein reiner Händler von CO2 Zertifikaten ist, sondern als Projektentwickler sehr nah an diesen Projekten dran ist und die sehr nah betreut. Da sind dann z.B. Themen wie wie z.B. die Entwicklung Klima effizienterer Kochstelle für für auf dem Land lebende Familien in Südchina. Ja, das sind Waldschutz Projekte im Kongo oder es ist generell einfach die Förderung von regenerativen Energien im globalen Süden. Und der Grundgedanke dabei ist einfach, a sehr nah dran zu sein an den Projekten und b dass sichergestellt ist, dass ohne diese zusätzliche Investitionen, ohne diese zusätzlichen Euros, diese Projekte nicht möglich gewesen wären. Also das ist so ein wichtiges Kriterium auch beim zum Thema Klimaschutz. Kriterium der Additionalität. Das schafft South Pole eben mit der spezifischen Auswahl dieser Projekte zu. Und das verfolgen wir mit. Da sind wir im engen Austausch. Darüber werden wir auch berichten. In unserem Magazin, wenn jetzt mit den ersten Kompensationseuros die ersten Projekte auch umgesetzt sind.

00:11:55

RB: Ich denke, wie du es erwähnt hast, die Zahlen, die wir natürlich auch bei South Pole beobachtet haben, diese im Schnitt etwa 10 Prozent der Kunden, die diese Option nutzen, weisen natürlich darauf hin, dass dieses Bedürfnis da ist und das im Endeffekt in der Menge, da auch sehr viel positiven Impact für das Klima generiert wird.

00:12:14

TB: Jetzt um nochmal speziell auf Galaxus Deutschland zurückzukommen: Ihr seid ja jetzt auf dem aufsteigenden Ast. Im deutschen E-Commerce mag das ein verhältnismäßig neuer Player will ich jetzt mal sagen mit anderen sehr etablierten, beispielsweise Amazon und Co. Und ihr habt jetzt diese innovative Lösung, die ihr euren Kunden anbieten könnt mit der Klimakompensation. Inwiefern würdest du das Thema Klimaschutz bei euch in euren Wachstums Bemühungen einordnen? Inwiefern spielt das hierbei eine Rolle?

00:12:49

FH: Er spielt eine wichtige Rolle.

00:12:52

FH: Ich glaube, weil es generell ein wichtiges Thema ist, was mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und auch kein Thema ist, was immer mehr Menschen bewegt. Das ist schon mal das eine. Das zweite ist, dass das Thema Nachhaltigkeit aus meiner Sicht auch gut zu unserer Positionierung passt. Unsere Positionierung ist wie gesagt, wir wollen nicht alles anbieten, sondern mehr oder weniger fast alles mit dem starken Qualitäts Fokus. Unser Ziel ist es, über Community und Magazin unsere Kunden ehrlich zu beraten und auch eigentlich besser als andere dabei zu helfen, die für sie richtigen und passenden Produkte zu finden.

00:13:30

FH: Das heißt auch wieder das Thema Lebenszyklus das Richtige finden und es nicht sofort wieder wegwerfen müssen, sondern etwas finden. Was passt, ist allein schon aus meiner Sicht sinnvoller Gedanke, der nützlich ist für Kunden, der aber im Kern auch ein nachhaltiger Gedanke ist. Und ich glaube mit dieser gesamt Positionierung, die es interessant in Deutschland, weil es die so noch nicht gibt und daran knüpft sich eben auch eine große Ambition, die wir haben. Wir wollen nicht klein bleiben, sondern unsere Ziele schon in Deutschland eine relevante Größe einzunehmen und das zu schaffen, zu den Top 5 im deutschen E-Commerce zu werden.

00:14:06

RB: Die WAZ titelte ja kürzlich Galaxus fordert Amazon klimaneutral heraus. Würdest du somit diese Aussage so unterschreiben?

00:14:16

FH: Ich glaube nicht, dass wir jetzt Amazon sich unser Ziel, Amazon jetzt direkt herauszufordern. Das wäre auch ziemlich vermessen, weil einfach was die Größe angeht. Amazon ist hat einen Marktanteil in Dimensionen, die es niemand anders auf. Selbst auf lange Sicht schaffen wird im deutschen E-Commerce und auch international nicht. Aber ich glaube, auf einer anderen Ebene steckt schon Wahrheit da drin. Weil was unser Ansatz ist in Deutschland ist schon zu zeigen, dass es auch anders geht.

00:15:00

RB: Spannende, du sagst, es geht effektiv anders. Im E-Commerce, auch in puncto Klimaschutz. Wenn ich diese Frage dann doch umdrehen darf, wo sind denn auch die Grenzen welchen Impact, welchen positiven Impact E-Commerce aufs Klima haben kann.

00:15:16

FH: Ich glaube an vielen Stellen, also insgesamt für den E-Commerce. Ich glaube, es würde ist das Thema hilft insgesamt im E-Commerce, um sich zu positionieren. Also ähnlich wie wir das machen, glaube ich, wäre es eigentlich gut und sinnvoll für den E-Commerce insgesamt, also das Thema aufzugreifen und so etwas wie CO2 Kompensation stärker in die Standard Prozesse mit zu übernehmen. Das wäre mal eine Möglichkeit. Dann unsere Umfrage hat auch gezeigt, es besteht eine Nachfrage nach dem Thema grundsätzlich und ein Bedürfnis der Kunden, dass das Thema adressiert wird und das auch sinnvoll und langfristig und nicht nur als PR Thema durch Händler. Da sehe ich Potenzial. Und drittens sehe ich ein Potenzial insgesamt im E-Commerce Geschäftsmodell gegenüber dem stationären Handel. Dazu gibt es ja Studien. Eine die es schon ein bisschen länger her vom Freiburger Öko-Institut, die geschaut hat, wie sieht der komplette CO2 Footprint im stationären Handel aus und wie sieht da im im E-Commerce aus? Und da hat auch E-Commerce klar besser abgeschnitten, was man vielleicht im ersten ersten Moment gar nicht so erwartet. Denn gerade das Thema Strom und Energie für stationäre Läden schlägt da eher negativ zu Buche, was die CO2-Bilanz angeht und natürlich auch das ganze Thema Anfahrt der Kunden zu den stationären, zu den stationären Niederlassungen. Also insgesamt ist und das zeigen diese Studien der Online-Händler oder der E-Commerce klimafreundlicher als das stationäre Geschäft.

00:16:54

RB: Ja, es ist in der Tat sehr spannend zu sehen, wie euch am deutschen E-Commerce Markt entwickelt und dass sie eben dieses Wachstum verfolgt. Nicht trotz, sondern eben gerade wegen des Klimaschutzes, den ihr euren Kunden so zugänglich macht mit dieser Lösung. Wir begrüßen das sehr, sind auch sehr froh über diese innovative und spannende Partnerschaft, sind gespannt auf die Weiterentwicklung und die nächsten Schritte und darauf, dass eure Kunden möglichst viel Klima Impact generieren werden. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank für deine spannenden Einsichten, lieber Frank und wir wünschen dir weiterhin alles Gute.

00:17:30

FH: Vielen Dank! Hat mich sehr gefreut.

00:17:33

RB: Und an dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei allen Hörerinnen und Hörern bedanken. Ich hoffe, es war ein spannender Austausch und einige interessante Einsichten, die Sie aus dem Gespräch mit Frank Hasselmann von Galaxus Deutschland rund um das Thema E-Commerce und Klimaschutz mitnehmen konnten.

00:17:50

RB: Herzliches Dankeschön und wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe vom Podcast Climate Chatter von South Pole.